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	<title>Syn-ästhetisch</title>
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	<description>BIBLIOPHILIE und FOTOGRAPHIE</description>
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		<title>Syn-ästhetisch</title>
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		<title>[Rezension] Amos Oz: Unter Freunden</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Jun 2013 16:59:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>synaesthetisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[REZENSIONEN]]></category>
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		<description><![CDATA[Einsamkeit an einem Ort, an dem Einsamkeit eigentlich unvorstellbar scheint. Amos Oz, die große Stimme Israels, ging als Fünfzehnjähriger in einen Kibbuz und lebte dort gute dreißig Jahre lang. Sein neues Buch &#8220;Unter Freunden&#8221; ist ein Blick zurück, ein literarisierter Besuch in seiner eigenen Vergangenheit. Amos Oz erzählt acht Geschichten aus dem fiktiven Kibbuz Jikhat, [&#8230;]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=synaesthetisch.wordpress.com&#038;blog=14017696&#038;post=7584&#038;subd=synaesthetisch&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:center;"><a href="http://synaesthetisch.files.wordpress.com/2013/05/oz_unter.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-7536" alt="oz_unter" src="http://synaesthetisch.files.wordpress.com/2013/05/oz_unter.jpg?w=600"   /></a><em>Einsamkeit an einem Ort, an dem Einsamkeit eigentlich unvorstellbar scheint.</em></p>
<p style="text-align:justify;">Amos Oz, die große Stimme Israels, ging als Fünfzehnjähriger in einen Kibbuz und lebte dort gute dreißig Jahre lang. Sein neues Buch &#8220;Unter Freunden&#8221; ist ein Blick zurück, ein literarisierter Besuch in seiner eigenen Vergangenheit. Amos Oz erzählt acht Geschichten aus dem fiktiven Kibbuz Jikhat, die allesamt als eigenständige Kurzgeschichten gelten können und doch miteinander verbunden sind und so  gemeinsam eine große Geschichte des Kibbuz erzählen.</p>
<p style="text-align:justify;">Es sind ganz unterschiedliche Figuren, die Oz porträtiert, unter ihnen der Gärtner Zvi, der allen Nachbarn stets nur die schlechtesten Weltnachrichten erzählt, eine junge Frau namens Nina, die es keine weitere Nacht bei ihrem Mann aushält und sich heimlich davon macht und Vandenberg, der den Holocaust überlebt hat und die anderen Bewohner Esperanto lehrt.</p>
<p style="text-align:justify;">Kritisch und zugleich liebevoll beleuchtet Amos Oz die Enge, die in einem Kollektiv wie dem Kibbuz entstehen kann und er lässt ebenso wenig unerwähnt, wie schnell das Individuum hier an seine Grenzen stößt. Jeder, so scheint es, weiß hier alles über seinen Nachbarn. Kein Gespräch, kein Ereignis bleibt verborgen und es scheint, als wären selbst die geheimsten Gedanken nicht sicher. Trotz dieser Enge zwischen den Bewohnern beschreibt Oz die Existenz einer fundamentalen Einsamkeit seiner Bewohner. Auszusprechen, was man tatsächlich denkt und bei den anderen ein offenes Ohr zu finden, fast scheint das unmöglich zu sein. Allenfalls schmale Nischen erlauben Vertrautheit und die Verwirklichung eigener Wünsche, doch größtenteils bleiben die Figuren mit ihren Sorgen allein.</p>
<p style="text-align:justify;">Amoz Oz schreitet die Grenzen des Kibbuz mit seinen Figuren ab und wagt auch den Blick über sie hinaus: Welche Alternativen zum Leben hier kann es geben? Seine Figuren sind nicht selbstzufrieden oder unreflektiert &#8211; sie träumen, überlegen und zögern. Es ist ein Zwiespalt, in dem sie leben, denn der Kibbuz schränkt sie ein, ist aber zugleich auch ein doppelter Boden, dessen Sicherheit man auf der Welt wohl selten wieder findet.</p>
<blockquote>
<div>Mosche wusste, dass er noch immer ein wenig der alten Welt angehörte, denn er konnte die fortschrittlichen Ideen nicht immer akzeptieren, doch er diskutierte nicht mit, er hörte nur zu und nahm alle Argumente aufmerksam zur Kenntnis. (&#8230;) Aber er sagte sich, dass dies vielleicht noch immer dem Eingewöhnungsprozess geschuldet sei, in ein paar Monaten würde er bereits gelernt haben, die Welt so zu sehen, wie David Dagan und die anderen Lehrer wollten. Wie gut war es doch, einer von ihnen zu sein.</div>
<div></div>
<div>David Dagan hatte erklärt, jeder Jude, dessen Generation die Shoah und die Aufbaujahre des Staates Israel erlebt hatte, jeder einzelne von uns müsse seine Pflicht tun. Auf diese Forderung fand Jotam in sich keine Antwort. Doch da kam ihm plötzlich der biblische Ausdruck in den Sinn: »und sein Ort kennt ihn nicht mehr«.  &#8230; Auf einmal verstand er, dass es in Wirklichkeit nicht um Arthurs Einladung ging, sondern um die Frage, ob er mutig genug war, den Kibbuz zu verlassen, seine Mutter und seinen Bruder, um allein und mit leeren Händen in die Welt zu ziehen.</div>
</blockquote>
<p>Wieder gelingt es Amos Oz, seine Figuren so plastisch und realitätsnah zu schildern, dass man glaubt, sie zu kennen. Wie ein Bewohner des Kibbuz selbst fühlt man sich als Leser; jederzeit könnten Zvi oder Nina an deine Tür klopfen. Dafür benötigt Oz nicht viele Worte: Seine Sprache ist so einfach und pragmatisch wie jeder Arbeitsgang, jede Geste im Kibbuz, dabei aber treffend, in ihrer Einfachheit poetisch und voller stimmungshafter Bilder.</p>
<blockquote><p>Nachum stieß seinen Kopf nach vorn, als wollte er die Tür damit aufstoßen. Er schlug die Tür nicht hinter sich zu, sondern schloss sie ganz sachte, als fürchtete er, ihr oder dem Türrahmen wehzutun, er setzte die Schirmmütze auf und zog sie fast bis über die Augen, klappte den Mantelkragen hoch und ging den regennassen Weg hinunter, Richtugn Kiefernhain. Seine Brillengläser waren sofort wieder nass vom Regen. Er schloss den obersten Mantelknopf und presste seinen linken Arm gegen seine Brust. als drückte er noch immer das Buch unter seinem Mantel ans Herz. Mittlerweile war es dunkel geworden.</p></blockquote>
<p>&#8220;Unter Freunden&#8221; ist ein kritischer und dabei immer behutsamer Blick eines ehemaligen Kibbuzim auf die Idee des Zusammenlebens im Kibbuz. Aber vor allem ist die Sammlung aus acht Kurzgeschichten eine wunderbares Leseerlebnis voller einsamer, suchender, aber vor allem unheimlich liebenswerter Figuren. Unbedingt lesenswert.</p>
<p><em><span class="text_bold">Amos Oz: Unter Freunden</span></em><br />
<em>Aus dem Hebräischen von Mirjam Pressler</em><br />
<em>Suhrkamp, Berlin 2013</em><br />
<em>215 Seiten, 18,95 Euro.</em></p>
<br />Einsortiert unter:<a href='http://synaesthetisch.wordpress.com/category/rezensionen/'>REZENSIONEN</a> Tagged: <a href='http://synaesthetisch.wordpress.com/tag/amos-oz/'>Amos Oz</a>, <a href='http://synaesthetisch.wordpress.com/tag/israelische-literatur/'>israelische Literatur</a>, <a href='http://synaesthetisch.wordpress.com/tag/suhrkamp/'>Suhrkamp</a>, <a href='http://synaesthetisch.wordpress.com/tag/unter-freunden/'>Unter Freunden</a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=synaesthetisch.wordpress.com&#038;blog=14017696&#038;post=7584&#038;subd=synaesthetisch&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>[Fotografie] Entfaltung</title>
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		<pubDate>Sun, 16 Jun 2013 15:11:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>synaesthetisch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[  Einsortiert unter:FOTOS Tagged: Fotografie, Frühling, Natur<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=synaesthetisch.wordpress.com&#038;blog=14017696&#038;post=7496&#038;subd=synaesthetisch&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:center;"> <a href="http://synaesthetisch.files.wordpress.com/2013/05/dsc_4084.jpg"><img class="wp-image-7498 aligncenter" alt="DSC_4084" src="http://synaesthetisch.files.wordpress.com/2013/05/dsc_4084.jpg?w=601&#038;h=399" width="601" height="399" /></a></p>
<br />Einsortiert unter:<a href='http://synaesthetisch.wordpress.com/category/fotos-2/'>FOTOS</a> Tagged: <a href='http://synaesthetisch.wordpress.com/tag/fotografie/'>Fotografie</a>, <a href='http://synaesthetisch.wordpress.com/tag/fruhling/'>Frühling</a>, <a href='http://synaesthetisch.wordpress.com/tag/natur/'>Natur</a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=synaesthetisch.wordpress.com&#038;blog=14017696&#038;post=7496&#038;subd=synaesthetisch&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Happy Birthday, syn-ästhetisch!</title>
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		<pubDate>Tue, 04 Jun 2013 06:32:33 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ein kleiner Gruß an euch in eigener Sache, denn mein Blog besteht nun schon seit drei Jahren. Danke für eure vielen Kommentare, Anregungen und vor allem die Freundschaften, die sich aus der gemeinsamen Liebe zum Lesen entwickelt haben. Bleibt mir treu, ohne euch wäre der Blog ziemlich sinnlos. Als kleines Dankeschön bekommt ihr dieses virtuelle [&#8230;]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=synaesthetisch.wordpress.com&#038;blog=14017696&#038;post=7579&#038;subd=synaesthetisch&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:center;">Ein kleiner Gruß an euch in eigener Sache, denn mein Blog besteht nun schon seit drei Jahren. Danke für eure vielen Kommentare, Anregungen und vor allem die Freundschaften, die sich aus der gemeinsamen Liebe zum Lesen entwickelt haben.</p>
<p style="text-align:center;"><a href="http://synaesthetisch.files.wordpress.com/2013/06/aprikosentarte-a.jpg"><img class="aligncenter  wp-image-7580" alt="ROLLEI" src="http://synaesthetisch.files.wordpress.com/2013/06/aprikosentarte-a.jpg?w=420&#038;h=513" width="420" height="513" /></a></p>
<p style="text-align:center;">Bleibt mir treu, ohne euch wäre der Blog ziemlich sinnlos. Als kleines Dankeschön bekommt ihr dieses virtuelle Kuchenstückchen. Es soll außerdem dazu dienen, den Sommer herbeizulocken.</p>
<br />Einsortiert unter:<a href='http://synaesthetisch.wordpress.com/category/aufgelesen/'>AUFGELESEN</a>, <a href='http://synaesthetisch.wordpress.com/category/fotos-2/'>FOTOS</a>  <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=synaesthetisch.wordpress.com&#038;blog=14017696&#038;post=7579&#038;subd=synaesthetisch&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>We read Indie &#8211; das neue Bloggerprojekt!</title>
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		<pubDate>Sun, 02 Jun 2013 15:07:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>synaesthetisch</dc:creator>
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		<category><![CDATA[REZENSIONEN]]></category>
		<category><![CDATA[Bloggerprojekt]]></category>
		<category><![CDATA[Indie-Verlage]]></category>
		<category><![CDATA[We read Indie]]></category>

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		<description><![CDATA[We read Indie &#8211; Blogger-Allianz für Independent Verlage Independent-Verlage sind vielfältig, wichtig, inspirierend und sie brauchen Unterstützung, um auf dem großen, unübersichtlichen Büchermarkt wahrgenommen zu werden. Nachdem der Indiebookday so begeistert hatte, dachte die Klappentexterin: Warum nur einmal im Jahr den Büchern aus unabhängigen Verlagen Aufmerksamkeit schenken? Warum nicht öfter? So entstand das Blog-Projekt „We [&#8230;]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=synaesthetisch.wordpress.com&#038;blog=14017696&#038;post=7548&#038;subd=synaesthetisch&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:center;"><a href="http://readindie.wordpress.com/" target="_blank">We read Indie</a> &#8211; Blogger-Allianz für Independent Verlage</p>
<p style="text-align:center;"><a href="http://readindie.wordpress.com/" target="_blank"><img class="aligncenter size-large wp-image-7556" title="© karenina-illustration" alt="we_read_indie_header" src="http://synaesthetisch.files.wordpress.com/2013/06/we_read_indie_header.png?w=600&#038;h=170" width="600" height="170" /></a></p>
<p style="text-align:justify;">Independent-Verlage sind vielfältig, wichtig, inspirierend und sie brauchen Unterstützung, um auf dem großen, unübersichtlichen Büchermarkt wahrgenommen zu werden. Nachdem der <a href="http://www.indiebookday.de/" target="_blank">Indiebookday</a> so begeistert hatte, dachte die <a href="http://https://klappentexterin.wordpress.com/" target="_blank">Klappentexterin</a>: Warum nur einmal im Jahr den Büchern aus unabhängigen Verlagen Aufmerksamkeit schenken? Warum nicht öfter? So entstand das Blog-Projekt <a href="http://readindie.wordpress.com/" target="_blank">„We read Indie“</a>, das ich heute mit sechs anderen Bloggerinnen offiziell eröffne. Gemeinsam mit <a href="http://adamitsou.wordpress.com/" target="_blank">Ada Mitsou liest&#8230;</a>, <a href="http://www.bibliophilin.de/" target="_blank">Bibliophilin</a>, <a href="http://buecherwurmloch.wordpress.com/" target="_blank">Bücherwurmloch</a>, <a href="http://buzzaldrins.wordpress.com/" target="_blank">buzzaldrins Bücher</a>, <a href="http://caterinaseneva.wordpress.com/" target="_blank">SchöneSeiten </a>und natürlich der <a href="http://klappentexterin.wordpress.com/" target="_blank">Klappentexterin</a> werde ich auf dem gemeinschaftlichen Blog über Indiebooks und die Kleinverlagskultur berichten – hauptsächlich in Form von Rezensionen, aber auch Interviews, Porträts und andere spannende Beiträge finden sich dort. Darüber hinaus möchten wir andere BloggerInnen einladen, über Bücher aus Independent-Verlagen zu schreiben und sie einem breiteren Publikum vorzustellen.</p>
<p><strong>Was verstehen wir unter “Indie-Verlag”?</strong></p>
<p style="text-align:justify;">Unser Augenmerk liegt ganz klar auf traditionellen Buchverlagen. Bei der Überlegung, welche Verlage wir berücksichtigen wollen, stellen die Kriterien der <a href="http://www.kurt-wolff-stiftung.de/Grafik/KWS_katalog_2012_WEB.pdf" target="_blank">Kurt-Wolff-Stiftung</a> eine erste wichtige Orientierung dar, aber auch die Listen des <a href="http://www.goethe.de/kue/lit/dos/uav/deindex.htm" target="_blank">Goethe-Instituts</a> sowie auf <a href="http://tubuk.com/list/publisher" target="_blank">Tubuk</a>  bieten einen guten Überblick über die Landschaft der Indie-Verlage. “Indie” bedeutet in erster Linie natürlich konzernunabhängig, darüber hinaus schauen wir jedoch auch auf die Größe der Verlage. Einige der Publikumsverlage – wie zum Beispiel Diogenes oder Hanser – sind zwar genau genommen unabhängig, verfügen aber im Vergleich zu den kleinen Verlagen über deutlich mehr Ressourcen (personeller und vor allem finanzieller Art), um aus eigener Kraft auf sich aufmerksam zu machen.</p>
<p style="text-align:justify;">Das wichtigste Kriterium von allen ist allerdings unser persönlicher Geschmack: Nicht nur die Verlage, denen wir uns widmen, sind indie, auch wir selbst haben den Anspruch, es zu sein. Die Bücher, die wir lesen und rezensieren, wählen wir also nach unseren eigenen Vorlieben aus. Wir bitten daher um Verständnis, dass wir nicht allen Anfragen von Verlagen nachkommen können. Wir freuen uns sehr über den großen Zuspruch, den wir bereits vergangene Woche auf unserer <a href="https://www.facebook.com/wereadindie" target="_blank">Facebook-Fanpage</a> erfahren haben und sind gespannt auf das Blogprojekt der besonderen Art. Ich freue mich sehr, ein Teil dieses großartigen Projekts sein zu dürfen. An dieser Stelle möchte ich meinen Mitstreiterinnen und ganz besonders der Ideengeberin für eure Zeit, eure Kreativität und den Enthusiasmus danken, den ihr in dieses Projekt investiert. Wir freuen uns über euer Interesse, eure eigenen Rezensionen, Hinweise und Gedanken rund ums Indie-Buch.</p>
<p><a href="http://readindie.wordpress.com/" target="_blank"><img class="size-full wp-image-7549  alignleft" title="© karenina-illustration" alt="button" src="http://synaesthetisch.files.wordpress.com/2013/05/button.jpg?w=600"   /></a></p>
<p style="text-align:center;">Herzliche Grüße vom  <a href="http://readindie.wordpress.com/" target="_blank">&#8220;We read Indie&#8221;</a>-Team, schaut vorbei!</p>
<h6 style="text-align:right;"></h6>
<p style="text-align:right;">
<br />Einsortiert unter:<a href='http://synaesthetisch.wordpress.com/category/aufgelesen/'>AUFGELESEN</a>, <a href='http://synaesthetisch.wordpress.com/category/rezensionen/'>REZENSIONEN</a> Tagged: <a href='http://synaesthetisch.wordpress.com/tag/bloggerprojekt/'>Bloggerprojekt</a>, <a href='http://synaesthetisch.wordpress.com/tag/indie-verlage/'>Indie-Verlage</a>, <a href='http://synaesthetisch.wordpress.com/tag/we-read-indie/'>We read Indie</a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=synaesthetisch.wordpress.com&#038;blog=14017696&#038;post=7548&#038;subd=synaesthetisch&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>[Rezension] Siegfried Lenz: Deutschstunde</title>
		<link>http://synaesthetisch.wordpress.com/2013/05/27/rezension-siegfried-lenz-deutschstunde/</link>
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		<pubDate>Mon, 27 May 2013 17:39:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>synaesthetisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[REZENSIONEN]]></category>
		<category><![CDATA[deutsche Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschstunde]]></category>
		<category><![CDATA[Klassiker]]></category>
		<category><![CDATA[Siegrfried Lenz]]></category>

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		<description><![CDATA[»Wer seine Pflicht tut, der braucht sich keine Sorgen zu machen – auch wenn die Zeiten sich einmal ändern sollten.« Siggi ist gerade zehn Jahre alt, als sein Vater &#8211; der Polizeiposten einer kleinen Gemeinde Schleswig Holsteins -  den Auftrag erhält, das von der Gestapo verhängte Malverbot gegenüber dem Maler Max Ludwig Nansen durchzusetzen. Jens [&#8230;]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=synaesthetisch.wordpress.com&#038;blog=14017696&#038;post=7526&#038;subd=synaesthetisch&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://synaesthetisch.files.wordpress.com/2013/05/lenz_deutsch.jpeg"><img class="alignleft  wp-image-7502" alt="lenz_deutsch" src="http://synaesthetisch.files.wordpress.com/2013/05/lenz_deutsch.jpeg?w=166&#038;h=264" width="166" height="264" /></a><em><strong>»Wer seine Pflicht tut, der braucht sich keine Sorgen zu machen – auch wenn die Zeiten sich einmal ändern sollten.«</strong></em></p>
<p style="text-align:justify;">Siggi ist gerade zehn Jahre alt, als sein Vater &#8211; der Polizeiposten einer kleinen Gemeinde Schleswig Holsteins -  den Auftrag erhält, das von der Gestapo verhängte Malverbot gegenüber dem Maler Max Ludwig Nansen durchzusetzen. Jens Ole Jepsen, der seinen Dienst beflissen und vollkommen kritiklos durchführt, wandelt sich vom Jugendfreund des Malers zu dessen ärgstem Widersacher; die Pflicht, die Einhaltung des Malverbotes zu überwachen, wird ihm zur dringlichsten Lebensaufgabe, von der er auch nach dem Krieg nicht ablässt.</p>
<p style="text-align:justify;">Siggi, der seinen Vater zunächst bewundert und ihn gerne auf dessen Inspektionstouren mit dem alten Dienstfahrrad begleitet, gerät zwischen die Fronten: Er liebt die Kunst und besonders Nansens Bilder, dieses vertraute Verhältnis nutzt der Vater, um Siggi als Spion in seinen Diensten auszunutzen. Siggi aber übt stillen Widerstand gegen den blinden Pflichtgehorsam des Vaters und versteckt Nansens Bilder &#8211; daraus entwickelt sich parallel zum sich stetig steigernden Pflichtbewusstsein des Vaters die Manie, Gemälde retten zu müssen, auch wenn sie dafür gestohlen werden müssen. Es ist schließlich Siggi, der aufgrund unzähliger Diebstähle in einer Besserungsanstalt für schwer erziehbare Jugendliche landet, das Verhalten des Vaters bleibt nach dem Krieg ohne jede Konsequenz.</p>
<blockquote><p>Aber dein Vater tat doch nur seine Pflicht. Ich: Er wollte mich zur Strecke bringen, das hat er selbst gesagt. Er hat es geschafft. &#8230; Ich bin stellvertretend hier für meinen Alten, den Polizeiposten Rugbüll. &#8230; Vielleicht sind sogar alle Jungen stellvertretend für irgend jemand hier. Schwer erziehbare Jugendliche: das haben sie uns angehängt vor Gericht, und hier wird es jeden Tag bescheinigt. Kann sein, dass einige von uns hier wirklich schwer erziehbar sind, ich will mich da nicht festlegen. Aber etwas möchte ich fragen: warum gibt es nicht eine Insel und solche Gebäude für schwer erziehbare für Alte?</p></blockquote>
<p style="text-align:justify;">Siegfried Lenz hat mit Jens Ole Jepsen den Archetypen des pflichtbewussten Mitläufers gezeichnet, eines Menschen, der vollkommen unreflektiert lebt und seinen Auftrag zu keiner Zeit hinterfragt. Es ist das eindringliche und Angst machende Porträt eines Mannes, der die Erfüllung einer zweifelhaften Pflicht über das Wohl seiner Familie stellt und der auch dann nicht davon ablassen kann, als längst andere an der Macht sind.</p>
<p style="text-align:justify;">Mit der &#8220;Deutschstunde&#8221; zeigt Lenz aber nicht nur die opportunistische Mentalität eines Duckmäusers, er macht auch deutlich, wie eng die Grenzen für Widerstand sein können: Nansen bleibt nichts anderes übrig als heimlich weiter zu malen  &#8211; würde er aufbegehren, bedeutete das den Tod. Und Siggi rettet zwar die Bilder das Malers, verliert sich dabei aber selbst und endet als Gestrandeter fast ohne familiären Rückhalt.</p>
<blockquote><p>Ich frage nich, was einer gewinnt dabei, wenn einer seine Pflicht tut, ob es einem nützt oder so.  Wo kämen wir hin, wenn wir uns bei allem fragten: und was kommt danach? Seine Pflicht, die kann man doch nich nach Lust und Laune tun oder wie es einem die Vorsicht eingibt, wenn du mich verstehst. Es zog sich die Jacke an, knöpfte sie zu und ging an den Tisch heran, an dem Brodersen saß. Es hat manch einen gegeben, sagte der alte Postbote, den hat es bewahrt, weil er zur rechten Zeit nicht seine Pflicht getan hat. &#8211; Dann hat er nie seine Pflicht getan, sagte mein Vater.</p></blockquote>
<p>&#8220;Deutschstunde&#8221; ist ein beklemmendes und zugleich poetisches Buch, das die in der Nachkriegszeit oft geäußerten Rechtfertigung, man habe nur &#8220;seine Pflicht getan&#8221;, kritisch hinterfragt und als leeres Konstrukt bloßstellt; ein Roman, den jeder gelesen haben sollte.<br />
<em><br />
Siegfried Lenz: Deutschstunde<br />
2006, Dtv (zuerst 1968 erschienen).</em></p>
<br />Einsortiert unter:<a href='http://synaesthetisch.wordpress.com/category/rezensionen/'>REZENSIONEN</a> Tagged: <a href='http://synaesthetisch.wordpress.com/tag/deutsche-literatur/'>deutsche Literatur</a>, <a href='http://synaesthetisch.wordpress.com/tag/deutschstunde/'>Deutschstunde</a>, <a href='http://synaesthetisch.wordpress.com/tag/klassiker/'>Klassiker</a>, <a href='http://synaesthetisch.wordpress.com/tag/siegrfried-lenz/'>Siegrfried Lenz</a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=synaesthetisch.wordpress.com&#038;blog=14017696&#038;post=7526&#038;subd=synaesthetisch&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>[Fotografie] Umwege</title>
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		<pubDate>Thu, 23 May 2013 20:40:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>synaesthetisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[FOTOS]]></category>
		<category><![CDATA[Fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Natur]]></category>

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<br />Einsortiert unter:<a href='http://synaesthetisch.wordpress.com/category/fotos-2/'>FOTOS</a> Tagged: <a href='http://synaesthetisch.wordpress.com/tag/fotografie/'>Fotografie</a>, <a href='http://synaesthetisch.wordpress.com/tag/natur/'>Natur</a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=synaesthetisch.wordpress.com&#038;blog=14017696&#038;post=7517&#038;subd=synaesthetisch&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>[Fotografie] Kirschblüte</title>
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		<pubDate>Fri, 17 May 2013 17:38:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>synaesthetisch</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Frühling]]></category>
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		<description><![CDATA[Einsortiert unter:FOTOS Tagged: Fotografie, Frühling, Kirschblüte<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=synaesthetisch.wordpress.com&#038;blog=14017696&#038;post=7520&#038;subd=synaesthetisch&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://synaesthetisch.files.wordpress.com/2013/05/dsc_4181.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-7521" alt="DSC_4181" src="http://synaesthetisch.files.wordpress.com/2013/05/dsc_4181.jpg?w=600"   /></a></p>
<p><a href="http://synaesthetisch.files.wordpress.com/2013/05/dsc_4177-copy.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-7522" alt="DSC_4177 copy" src="http://synaesthetisch.files.wordpress.com/2013/05/dsc_4177-copy.jpg?w=600&#038;h=399" width="600" height="399" /></a></p>
<br />Einsortiert unter:<a href='http://synaesthetisch.wordpress.com/category/fotos-2/'>FOTOS</a> Tagged: <a href='http://synaesthetisch.wordpress.com/tag/fotografie/'>Fotografie</a>, <a href='http://synaesthetisch.wordpress.com/tag/fruhling/'>Frühling</a>, <a href='http://synaesthetisch.wordpress.com/tag/kirschblute/'>Kirschblüte</a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=synaesthetisch.wordpress.com&#038;blog=14017696&#038;post=7520&#038;subd=synaesthetisch&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>[Rezension] Banana Yoshimoto: Federkleid</title>
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		<pubDate>Wed, 01 May 2013 16:31:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>synaesthetisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[REZENSIONEN]]></category>
		<category><![CDATA[Banana Yoshimoto]]></category>
		<category><![CDATA[Federkleid]]></category>
		<category><![CDATA[japanische Literatur]]></category>

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		<description><![CDATA[Hotaru ist erst 26 und fühlt sich zugleich schrecklich alt: Denn der Mann, den sie wie ein Planet umkreist hatte, hat sie verlassen. Es war die über Jahre dauernde Affäre mit einem verheirateten Mann, die Hotaru zu ihrem Lebensinhalt gemacht hat, nur für ihn hat sie existiert, sich seinen Wünschen und Bedürfnissen untergeordnet. Als das [&#8230;]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=synaesthetisch.wordpress.com&#038;blog=14017696&#038;post=7503&#038;subd=synaesthetisch&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:justify;"><a href="http://synaesthetisch.files.wordpress.com/2013/04/yoshimoto_federkleid.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-7479" alt="yoshimoto_federkleid" src="http://synaesthetisch.files.wordpress.com/2013/04/yoshimoto_federkleid.jpg?w=600"   /></a>Hotaru ist erst 26 und fühlt sich zugleich schrecklich alt: Denn der Mann, den sie wie ein Planet umkreist hatte, hat sie verlassen. Es war die über Jahre dauernde Affäre mit einem verheirateten Mann, die Hotaru zu ihrem Lebensinhalt gemacht hat, nur für ihn hat sie existiert, sich seinen Wünschen und Bedürfnissen untergeordnet. Als das Ende ebenso abrupt wie überraschend da ist, weiß sie kaum mehr, wohin mit sich. Wer bin ich überhaupt und welchen Platz habe ich auf der Welt?</p>
<blockquote><p>Instinktiv klammerte ich mich an das, was ich hatte, tappte ängstlich durch diese Welt, auf die kein Verlass war. Und die Angst wurde immer größer und bedrohlicher, begleitete mich überallhin, wie das Rauschen des Flusses. Trotzdem weinte ich fast nie. Wo blieben sie denn, die Tränen? Sammelten sie sich in meinem Herzen? Vielleicht war das der Grund, warum meine Stimme einen so seltsamen Klang annahm: brüchig und näselnd, als hätte ich mich erkältet.</p></blockquote>
<p style="text-align:justify;">Banana Yoshimoto lässt ihre Protagonistin alles verlieren und begleitet sie auf dem Weg zurück: Zurück an den Ort der Kindheit und Jugend, in das provinzielle Café der Großmutter und an den Fluss, der die Gegend durchquert. Es sind die Menschen, auf die Hotaru trifft, die sie umhüllen, sie sanft zurück auf einen neuen Lebensweg schieben und ihr das Gefühl tiefer Sinnhaftigkeit verleihen.</p>
<blockquote><p>Ich fühlte mich wie eine Wildente, die mit einem Pfeil im Rücken kläglich weiterlebte. Ich bemühte mich, solche Gedanken schnell wieder zu verscheuchen, aber vergebens. Ich lebte nicht hier, in dieser Welt. Das wahre Ich lebte noch immer in jener Zeit, war in jenem Alltag untergetaucht und lebte ihn fort. Es konnte nicht anders.</p></blockquote>
<p style="text-align:justify;">Es ist nicht so sehr die Handlung, die &#8220;Federkleid&#8221; zu einem Leseerlebnis werden lässt und es sind auch nicht nur die Yoshimoto-typischen übersinnlichen, phantastischen Elemente und Überkreuzungen, vielmehr holt der Roman den Leser ab, umfängt ihn mit seiner poetischen Sprache, verknüpft Alltägliches mit großer Lebensweisheit. &#8220;Federkleid&#8221; ist nicht dick, dafür aber ungleich tiefer, es fließt dahin wie der mächtige Fluss, an dem Hotaru sitzt.</p>
<p><em>Banana Yoshimoto: Federkleid, Diogenes 2007.</em></p>
<br />Einsortiert unter:<a href='http://synaesthetisch.wordpress.com/category/rezensionen/'>REZENSIONEN</a> Tagged: <a href='http://synaesthetisch.wordpress.com/tag/banana-yoshimoto/'>Banana Yoshimoto</a>, <a href='http://synaesthetisch.wordpress.com/tag/federkleid/'>Federkleid</a>, <a href='http://synaesthetisch.wordpress.com/tag/japanische-literatur/'>japanische Literatur</a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=synaesthetisch.wordpress.com&#038;blog=14017696&#038;post=7503&#038;subd=synaesthetisch&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>[Fotografie] Noch mehr Frühling!</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Apr 2013 15:28:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>synaesthetisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[FOTOS]]></category>
		<category><![CDATA[Fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Frühling]]></category>

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		<description><![CDATA[Einsortiert unter:FOTOS Tagged: Fotografie, Frühling<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=synaesthetisch.wordpress.com&#038;blog=14017696&#038;post=7447&#038;subd=synaesthetisch&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://synaesthetisch.files.wordpress.com/2013/04/dsc_6955-kopie.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-7448" alt="DSC_6955 Kopie" src="http://synaesthetisch.files.wordpress.com/2013/04/dsc_6955-kopie.jpg?w=600"   /></a></p>
<br />Einsortiert unter:<a href='http://synaesthetisch.wordpress.com/category/fotos-2/'>FOTOS</a> Tagged: <a href='http://synaesthetisch.wordpress.com/tag/fotografie/'>Fotografie</a>, <a href='http://synaesthetisch.wordpress.com/tag/fruhling/'>Frühling</a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=synaesthetisch.wordpress.com&#038;blog=14017696&#038;post=7447&#038;subd=synaesthetisch&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>[Rezension] Sayed Kashua: Zweite Person Singular</title>
		<link>http://synaesthetisch.wordpress.com/2013/04/15/rezension-sayed-kashua-zweite-person-singular/</link>
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		<pubDate>Mon, 15 Apr 2013 16:28:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>synaesthetisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[REZENSIONEN]]></category>
		<category><![CDATA[israelische Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Sayed Kashua]]></category>
		<category><![CDATA[Zweite Person Singular]]></category>

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		<description><![CDATA[»Ich will so sein wie sie.« In &#8220;Zweite Person Singluar&#8221; befasst sich der arabische Israeli mit seinem eigenen Status und dem Identitätskonflikt, dem rund zwanzig Prozent aller Israelis täglich ausgesetzt sind: Sie haben einen israelischen Pass, sind aber Araber und erleben so einen doppelten Konflikt &#8211; kein &#8220;echter&#8221; Araber und ebenso wenig ein &#8220;echter&#8221; Israeli [&#8230;]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=synaesthetisch.wordpress.com&#038;blog=14017696&#038;post=7453&#038;subd=synaesthetisch&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://synaesthetisch.files.wordpress.com/2013/03/kashua_zweite-person.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-7409" alt="kashua_zweite-person" src="http://synaesthetisch.files.wordpress.com/2013/03/kashua_zweite-person.jpg?w=600"   /></a>»Ich will so sein wie sie.«</strong></p>
<p style="text-align:justify;">In &#8220;Zweite Person Singluar&#8221; befasst sich der arabische Israeli mit seinem eigenen Status und dem Identitätskonflikt, dem rund zwanzig Prozent aller Israelis täglich ausgesetzt sind: Sie haben einen israelischen Pass, sind aber Araber und erleben so einen doppelten Konflikt &#8211; kein &#8220;echter&#8221; Araber und ebenso wenig ein &#8220;echter&#8221; Israeli zu sein.</p>
<p style="text-align:justify;">Der Roman verbindet die Lebensgeschichten zweier junger Männer, Amir und dem namenlos bleibenden Rechtsanwalt. Amir ist allein mit seiner Mutter aufgewachsen, geächtet von der arabischen Dorfgemeinschaft, weil sein Vater verdächtigt wurde, ein Kollaborateur der Israelis zu sein. Er geht nach Jerusalem, um dort zu studieren. Der Rechtsanwalt hat sein Studium schon hinter sich und lebt mit seiner Frau und zwei Kindern in einem ansehnlichen Haus &#8211; er ist stolz auf seinen Wohlstand und die Luxuskarosse &#8211; dass er sein Kanzleischild regelmäßig austauschen muss, weil es beschmiert wird, trifft ihn tief. So sehr er sich bemüht, Teil der Mehrheitsgesellschaft zu werden, sich am westlichen Lebensstil zu orientieren, eine Wand aus Glas trennt ihn von den Israelis.</p>
<p style="text-align:justify;">Amir geht es nicht besser. Er fühlt sich minderwertig, bei seinem Nebenjob in der staatlichen Drogenberatung nutzen ihn die Kollegen als Essenskurier und hänseln ihn bei jeder Gelegenheit. Schließlich kündigt er seinen Job und ein Zufall lässt ihn zum Pfleger des gleichaltrigen Wachkomapatienten Jonathan werden. Jonathan verkörpert das, was Amir glaubt, aus seiner eigenen Identität heraus nie erreichen zu können: Er ist Jude, war talentierter Fotograf, anerkannt, beliebt. Als Jonathan stirbt, nimmt Amir mit Billigung von Jonathans Mutter seine Identität an und beginnt ein Studium. Trotzdem bleibt es eine ständige Anstrengung, sich nicht zu verraten:</p>
<blockquote>
<p style="text-align:justify;">Heute will ich sein wie sie. Heute will ich ein Teil von ihnen sein, Orte betreten, die sie betreten dürfen, lachen, wie sie lachen, trinken, ohne an Allah zu denken. Ich will wie sie sein, frei, voller Träume, fähig, an Liebe zu denken. Wie sie. Wie die anderen, die jetzt die Tanzfläche füllten, in dem Bewusstsein, dass sie ihnen gehörte. Die nicht das Bedürfnis hatten, sich für ihre Existenz zu entschuldigen, die nicht glaubten, sie müssten ihre Identität verstecken. Wie sie. Ohne Treuebeweise, ohne Zulassungsprüfungen, ohne Angst vor misstrauischen Blicken. Ich möchte ein Teil von ihnen sein, ohne das Gefühl zu haben, dass ich etwas falsch mache. Ich will mit ihnen trinken, mit ihnen tanzen, ohne die schwere Last eines Menschen, der sich in eine fremde Kultur einschleicht. Ich will dazugehören, ohne mich schuldig oder betrügerisch zu fühlen. Und wen betrüge ich überhaupt?</p>
</blockquote>
<p style="text-align:justify;">Nach dessen Tod verkauft Amir Jonathans Bibliothek an einen kleinen Buchladen, in dem auch der Rechtsanwalt einkauft. Abends fällt ein Zettel aus der &#8220;Kreutzersonate&#8221; von Tolstoi: Eine Nachricht an Jonathan, eindeutig in der Handschrift der Ehefrau des Rechtsanwaltes. Blind vor Eifersucht und getrieben vom Gefühl seiner eigenen Minderwertigkeit verfällt der Rechtsanwalt dem Glauben, seine Frau betrüge ihn. Er setzt alles daran, diesen Jonathan aufzuspüren, und findet ihn schließlich in Gestalt Amirs &#8230;</p>
<blockquote><p>Nie hatte der Rechtsanwalt sich hässlicher gefühlt als in diesem Moment. Er lief geduckt und hoffte, dass keiner der Vorübergehenden seine Kläglichkeit wahrnahm. Er schämte sich, weil er jahrelang gedacht hatte, er würde durch seinen Erfolg, sein Auto und sein hohes Einkommen zu den Begehrten gehören. Jahrelang hatte er seine Frau für glücklich gehalten, weil sie mit ihm ihr Leben teilen durfte und die Früchte seines scharfen Verstands und seines Fleißes genießen konnte. Er verachtete sich jetzt selbst so sehr, dass er ihren Betrug fast verstehen konnte.</p></blockquote>
<p style="text-align:justify;">&#8220;Zweite Person Singular&#8221; ist ein eindrucksvoller Roman, der in unzähligen Episoden und Bemerkungen die Ambivalenz und die ungeheure Anstrengungen und Spannung schildert, unter denen arabische Israelis stehen. Es ist ein Buch über das &#8220;Dazwischen&#8221;, das ständige Bemühen um Anerkennung und einen unmenschlichen Rechtfertigungsdruck, das mich beeindruckt hat.</p>
<p><em>Sayed Kashua: Zweite Person Singular</em><br />
<em>Aus dem Hebräischen von Mirjam Pressler</em><br />
<em>Berlin Verlag 2011.</em></p>
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